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Wenn China die Sinne betört

Anhand von Beispielen von wunderschönen und berühmten Gärten in Suzhou, Shanghai und Chengdu zeigt Christiane Pott-Schlager die Philosophie der chinesischen Gartenkunst auf, die sich sogar bis hin zu städtischen Anlagen und groß angelegten Straßen verfolgen lässt. Selbst wenn sich der Besucher nicht aller kosmologischen Bedeutungen der einzelnen Pflanzen, Brückenformen, Tierskulpturen, Torformen oder Pavillons merken konnte, so erwecken die Bilder doch den Eindruck einer sehr reichen und einmalig durchdachten Welt im Kleinen, einem wahren Paradies. Diese ummauerten Gärten waren nicht für repräsentative Zwecke gedacht, sondern für beschauliche Stunden des Kaisers oder hochgestellten Beamten, die sich in ihrer Pensionierung der Naturanschauung und dem Naturerlebnis widmen wollten.

Natur und Kosmos spielen auch in der Musik eine bedeutende Rolle und werden fein verwebt mit menschlichen Gefühlen. So wird jedem Instrument eine Jahreszeit, eine Himmelsrichtung und ein Element zugeordnet. Auch Materialien, Tonarten und Farben kommen symbolische Bedeutung zu.
Wie die Musik jedoch klingt, das sollte man doch besser hören als beschreiben!